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| WK Artikel: Was zählt ist die Taktik, nicht das Blutvergießen |
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22.02.2009 um 11:19 Uhr - $oundY
Kommentare (2)
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Weser-Kurier Artikel Zoom heute den 22.02.09Was zählt ist die Taktik, nicht das Blutvergießen Online-Spiele wie World of Warcraft und Counter-Strike fördern Teamwork, sie können aber auch abhängig machen Von Christoph Bähr "Bremen. Malte sitzt am Schreibtisch in seinem kleinen Dachzimmer, doch mit den Gedanken ist er in einer anderen Welt. Seine rechte Hand umfasst die Computermaus, die linke liegt auf der Tastatur. Den Blick wie gebannt auf den Monitor gerichtet, steuert der 20-Jährige eine Figur durch das Online-Spiel Counter-Strike. Über ein Headset kommuniziert er dabei mit seinen Teamkameraden und gibt Taktikanweisungen wie ein Fußballtrainer. "Wir greifen über rechts an." So wie Malte Lübkemann aus Osterholz-Tenever sind Millionen junge Menschen in Deutschland von Online-Spielen wie Counter-Strike oder World of Warcraft (WoW) fasziniert. Malte begeistert sich schon lange für dieses Hobby: Bereits 2004 hat er den "Bremer Clan" gegründet, ein Zusammenschluss von Spielern aus der Region. "In unserer aktivsten Phase haben wir zweimal pro Woche trainiert und an fast jedem Wochenende gegen andere Counter-Strike-Clans gespielt", erinnert sich Malte. Obwohl Counter-Strike oft als "Ballerspiel" betitelt wird, habe er es immer als eine Art Sport betrachtet. "Es geht mir nicht ums Blutvergießen, sondern um die Taktik und den Sieg über das gegnerische Team", erklärt der Bremer. "Es wäre für mich auch kein Problem, wenn die Figuren im Spiel nur mit Blümchen schießen würden." Jeffrey Wimmer, Mitarbeiter am Institut für Medien, Kommunikation und Information der Universität Bremen, hat für eine Studie rund 700 Online-Spieler befragt. Wie Malte glaubt auch er, dass Gewalt für die meisten von ihnen nicht im Vordergrund steht: "Alle bisherigen Studien bleiben einen Kausalnachweis zwischen Online-Spielen und gewalttätigem Verhalten schuldig", sagt Wimmer. Die Faszination der Spiele liegt für den Kulturwissenschaftler eher in den "vielfältigen Erlebniswelten", die sie Jugendlichen bieten. "Wichtiger Aspekt ist dabei, dass die Spieler Aufgaben selbstständig und kompetent lösen können", erklärt Wimmer. "Außerdem fördert das vernetzte Agieren in Teams soziale Kompetenzen, die man im Berufsleben nur allzu gut gebrauchen kann." Auch die Gefahr einer möglichen sozialen Vereinsamung sieht Malte nicht. Seine sozialen Kontakte haben nie unter seinem Hobby gelitten, betont er. "Durch das Daddeln im Clan habe ich über die Jahre sogar viele neue Freunde kennengelernt." Allerdings habe er auch stets darauf geachtet, dass seine Computerleidenschaft nicht ausartet. In letzter Zeit habe er beispielsweise nur noch selten gespielt, weil er sich auf seine Gesellenprüfung zum Elektriker konzentrieren musste, erzählt der 20-Jährige. Manche Freunde von Malte waren hingegen nicht so diszipliniert wie er - teilweise hatte das schlimme Folgen. "Ein Kumpel hat sich so in das Spiel World of Warcraft hineingesteigert, dass er seinen Job verloren hat." Laut Herstellerangaben verfügt das beliebte Online-Rollenspiel WoW weltweit über etwa 11,5 Millionen Spieler - Malte gehört nicht zu ihnen. "Ich habe ganz bewusst nie mit WoW angefangen, weil die Suchtgefahr einfach zu groß ist." Jeffrey Wimmer betont ebenfalls, dass die positiven Effekte von Online-Spielen nur dann überwiegen, wenn das Zocken im Rahmen bleibt: "Es stimmt mich sehr nachdenklich, dass Spielen das mediale Hobby ist, für das Jugendliche am meisten Zeit aufwenden", so der Experte. Malte pflichtet ihm bei: "Auch wenn das Daddeln noch so viel Spaß macht, muss man aufpassen. Wenn jemand die Wochenenden nur noch vor dem PC verbringt, wird es echt kritisch." © Copyright Bremer Tageszeitungen AG Ausgabe: Seite: 36 Datum: 22.02.2009 " |
Kommentare: 2
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Helloween 06.02.2010Ort: - Beiträge: 224 |
# 1 - 22.02.2009 um 13:57 Uhr
nais malte das mal nen guter bericht ^^ |
Aloris 08.02.2010Ort: Bremen Beiträge: 31 |
# 2 - 25.02.2009 um 10:07 Uhr
n1
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